Paris, Mailand, Feucht – faire Mode auf dem Laufsteg

27.09.2019

Paris, Mailand, Feucht – faire Mode auf dem Laufsteg

Bildquelle: Markt Feucht

Die Reichswaldhalle verwandelte sich in ein Modemekka. Außen strahlte die Sonne am letzten Sommersonntag, innen strahlten die Models beim Markt der fairen Möglichkeiten auf dem Laufsteg.

Acht Models, darunter Zweite Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen und Dritter Bürgermeister Gerd Steuer, präsentierten ökofaire Mode und versprühten ein Hauch von Fashion Week in Feucht.

Der dritte Markt der fairen Möglichkeiten stand unter dem Motto „Faire Mode“. Bunte Marktstände lockten die Besucher dieses Jahr mit fair gehandelten Stoffen, fairer Kleidung und fairem Kunsthandwerk sowie selbst hergestellten Spezialitäten vom Wurzhof der Rummelsberger Diakonie. Die Metropolregion Nürnberg, seit zwei Jahren erste faire Metropolregion Deutschlands, war ebenfalls mit einem Infostand vertreten. Daneben fehlte es an diesem Sonntagnachmittag natürlich auch keinesfalls an fairem Kaffee und Kuchen.

Die Fairtrade-Gruppe Feucht und der Weltladen Feucht „Der Faire Jakob“ hatten in viel ehrenamtlicher Arbeit dieses Programm auf die Beine gestellt, für das sich die Zweite Bürgermeisterin und Helmut Schleif, Sprecher der Fairtrade-Gruppe, in ihren Grußworten herzlich bedankten. Der stellvertretende Landrat Norbert Reh berichtete in seiner Ansprache, dass sich der Landkreis Nürnberger Land seit Juli ebenfalls auf dem Weg zum fairen Landkreis befindet.

Das Highlight des Nachmittags bildete zweifelsohne die Modenschau, die in Zusammenarbeit mit Farcap aus Fürth präsentiert wurde. Das Gemeinwohlunternehmen aus der Kleeblattstadt betreibt in der Gustavstraße einen Laden für ökofaire Textilien und ist auch in der Bildungs- und der Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Elke Klemenz, eine der drei Geschäftsführerinnen von Farcap, berichtete kurz, worauf Verbraucher beim Kleiderkauf achten können, wenn ihnen ökofaire Kriterien wichtig sind. Ihr Fazit: Weder die aktuelle Politik noch die Wirtschaft wird das Problem von Dumpinglöhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Südostasiens lösen. Jeder sollte also bei sich selbst anfangen und überlegen, was er oder sie für eine Verbesserung in diesem Bereich tun kann. Sei es der Kauf von zertifizierten Kleidungsstücken oder das Engagement in der Politik oder einer Nichtregierungsorganisation.  

Nach diesem Appell liefen nun als Höhepunkt, vom Publikum heiß ersehnt, die Models über den Laufsteg und zeigten, dass ökofaire Kleidung optisch in der ersten Modeliga mitspielt. Jedes Model präsentierte drei verschiedene Outfits. Neben lässigen Kleidern, bunten Hosen, schicken Hemden und wärmenden Mützen und Schals war die ganze Palette vorhanden. Wem faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie wichtig sind, findet mittlerweile beste und unglaublich schicke Kleidungsstücke – weit weg von „öko“ und „altbacken“.


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