Martina Stamm-Fibich besucht Feucht in Sachen Stromtrasse

24.07.2020

Martina Stamm-Fibich besucht Feucht in Sachen Stromtrasse

Bildquelle: Markt Feucht

„Energieversorgung“ – diesen Namen trägt eine neue Petition, die dem Deutschen Bundestag ganz aktuell vorliegt. In ihr geht es um die gesundheitlichen Auswirkungen der geplanten Stromtrasse, die auch durch die Umgebung von Feucht gehen soll.

Die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich besuchte am 23. Juli Feuchts Ersten Bürgermeister im Rathaus, um mit ihm über die Juraleitung zu sprechen. Die SPD-Politikerin arbeitet im Petitionsausschuss des Bundestages und informiert sich derzeit direkt vor Ort, wie die Kommunen und die Öffentlichkeit vom Stromnetzbetreiber Tennet an der Planung beteiligt werden und welche Probleme es hier gibt.

Martina Stamm-Fibich ist der Meinung, dass es in einem Bundesland, das einen so hohen Strombedarf habe wie Bayern, ohne Stromtrasse „schwierig“ werde, da müsse man realistisch sein. Sie meint: „Lieber unseren Strom aus dem Norden als Solarstrom aus Marokko“, und erklärt ihre Mission: „400 Meter Abstand zur Wohnbebauung sollen Gesetz sein, so wie es auch schon andere Bundesländer längst haben. Da muss Tennet einfach Geld in die Hand nehmen.“

Erster Bürgermeister Kotzur nutzte die Gelegenheit, seinen Unmut über die derzeit vorliegenden Varianten für die Stromtrasse zum Ausdruck zu bringen. Wenn schon die Juraleitung nicht komplett verhindert werden kann, so sollte doch eine enge Abstimmung zwischen Planer und Kommunen stattfinden. Dies sei leider nicht der Fall, bedauerte er.

Tennet hat verschiedene Trassenvarianten vorgelegt. Die möglichen Trassen führen über die Krugsweiher, rücken auf ca. 200 Meter an die Kita „Lieblingsplatz“ in der Sternstraße heran und überspannen den Bolzplatz in Moosbach. Es gäbe aber einen Trassenkorridor, der Mensch und Natur etwas weniger belastet. Dieser tangiert den Gewerbepark Nürnberg – Feucht – Wendelstein und überspannt das Muna-Gelände, das dann zum Teil entmunitioniert werden müsste. Bürgermeister Kotzur kämpft derzeit dafür, dass dieser Weg eingeschlagen wird. Martina Stamm-Fibich: „Ich kann Ihnen zusichern, ich unterstütze Sie! Viel Erfolg!“


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