Fairtrade-Rosen fürs Seniorenzentrum

15.02.2021

Fairtrade-Rosen fürs Seniorenzentrum

Bildquelle: Markt Feucht

Ein nachträgliches Valentinstaggeschenk übergaben Erster Bürgermeister Jörg Kotzur und Helmut Schleif von der Fairtrade-Gruppe Feucht den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenzentrums am Zeidlerschloss.

Warum heißt der Rosenmontag eigentlich Rosenmontag? Hat er überhaupt etwas mit Rosen zu tun? Eher zufälliger Natur war es, dass der Erste Bürgermeister Jörg Kotzur und der Sprecher der Fairtrade-Gruppe Feucht, Helmut Schleif, an just jenem Tag, der im Rheinland als Datum ausufernder Umzüge bekannt ist, dem Seniorenzentrum am Zeidlerschloss einen großen Strauß Rosen überreichten.

Rosen werden gern am Valentinstag verschenkt, der einen Tag vor dem Rosenmontag lag. Und so war dies der eigentliche Anlass für die corona-konforme Blumenübergabe in der Altdorfer Straße. Das Lächeln und die Freude über das Präsent der zwei Herren konnte man hinter der Maske von Hausleiterin Andrea Golz deutlich erkennen. Sie verteilte mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Anschluss die bunten Grüße an die Bewohnerinnen und Bewohner. Zwar kann im Seniorenzentrum Besuch nach den allgemeinen Regeln zur Kontaktbeschränkung empfangen werden, trotzdem ist es für viele ältere Herrschaften dort keine leichte Zeit. Der bunte Blumengruß vom Ersten Bürgermeister und der Fairtrade-Gruppe Feucht ist daher eine willkommene Abwechslung.

Die Rosen stammen allesamt aus fairem Handel. Das bedeutet, dass neben festen Arbeitsverträgen, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit sowie Mutter- und Arbeitsschutz auch strenge Umweltkriterien für Pestizideinsatz, Wasserverbrauch und -wiederaufbereitung oder Müllmanagement feste Bestandteile beim Anbau der Rosen sind. Rund 99 Prozent aller Fairtrade-Blumen stammen aus Ostafrika (Kenia, Äthiopien, Uganda, Tansania), der Rest aus Ecuador, Sri Lanka und Zimbabwe.

Andrea Franz, Chefin im „Blumenstübchen“ am Alten Friedhof, überzeugt die Qualität der Fairtrade-Rosen aus Kenia: „Sie wachsen dort in mineralhaltiger Vulkanerde und das warm-feuchte Klima ist für die Rosen ideal.“ Zwar können diese Verhältnisse auch in europäischen Gewächshäusern imitiert werden, jedoch lässt das wiederum den Energieaufwand enorm steigen. Fairtrade-Rosen aus Kenia verursachen trotz langer Flugreise nach Europa weniger CO2-Emissionen als vergleichbar gezüchtete Gewächshaus-Rosen aus den Niederlanden. Zu diesem Ergebnis kam eine Schweizer Studie aus dem Jahr 2018. Apropos Schweiz: Hier heißt der Rosenmontag übrigens meist Fasnetsmontag.

Und wieso heißt der Rosenmontag bei uns nun Rosenmontag? Hierfür gibt es mindestens zwei Erklärungen:

1823 gründete sich in Köln das „Festordnende Komitee“, das bis heute den dortigen Rosenmontagsumzug veranstaltet. Seine jährliche Hauptversammlung fand am Montag nach dem vierten Sonntag der Fastenzeit statt. Dieser wurde damals auch Rosensonntag genannt, da vom 11. bis zum 19. Jahrhundert an diesem Tag die Goldene Rose gesegnet wurde, die der Papst einer besonders verdienten Person oder Institution verlieh. So kam das Komitee zu seinem Beinamen „Rosenmontagsgesellschaft“.

Eine andere Erklärung besagt, dass die Bezeichnung Rosenmontag auf das Wort „rasen“ im Sinne von „herumtollen“ zurückgeht. Im kölschen Dialekt wird es dann wie „rosen“ ausgesprochen. Da Kölner jedoch „Rusemondach“, also mit U statt O, sagen, ist diese Erklärung umstritten.

 


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